Mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm, mit Fachvorträgen, Betriebsbesichtigungen, Infotreffs, kulturellen Angeboten und konkreter Projektarbeit bietet der Kreis Junger Unternehmer (KJU) Trier eine hervorragende Plattform für den unternehmerischen Nachwuchs. Im Jahre 1964 von interessierten Unternehmern und Führungskräften aus Industrie und Handel gegründet, hat sich der KJU Trier mit mehr als 250 Mitgliedern zu einem der größten Wirtschaftsjuniorenkreise in Rheinland-Pfalz entwickelt. Als Teil der mittlerweile rund 10 000 bei den Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) zusammengeschlossenen Wirtschaftsjunioren wollen die KJU-Mitglieder mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Akzeptanz für unternehmerisches Handeln verbessern und unterstützen. Sie treten ein für eine Rückkehr zu den ursprünglichen Stärken der sozialen Marktwirtschaft, fordern aber gleichzeitig deren konsequente Weiterentwicklung für die Zukunft und fordern ein hohes Verantwortungsbewusstsein bei der Bewältigung sozialer und ökologischer Herausforderungen.

Um möglichst viele neue Mitglieder ansprechen zu können, müssen sich Ziele und die Arbeit des KJU an teilweise unterschiedlichen Leitbildern orientieren. Derartige Vorstellungen sind bestimmt vom KJU im Sinne eines Forums und einer Begegnungsstätte für gleichberechtigte Unternehmer. Auch muss einer teilweise eher konsumtiv-nutzenorientierten Erwartungshaltung Rechnung getragen werden, die insbesondere ein interessantes Veranstaltungsprogramm mit Informationsgewinn beinhaltet. Letztendlich versteht sich der KJU als eine Trainingsorganisation, bei der die Mitglieder neben der Teilnahme an Veranstaltungen auf allen Ebenen der aktiven Arbeit hervorragende Chancen zur Profilierung und Persönlichkeitsentwicklung bekommen. Besonders wichtig erscheint dabei der Blick über den Tellerrand des eigenen Unternehmens. Über die Beschäftigung mit scheinbar sachfremden Themen ergeben sich unerwartete Zusammenhänge und neue Lösungsansätze für wirtschaftliche Probleme. Der Gedankenaustausch der Mitglieder untereinander und die Sichtweise des Einen oder Anderen können der Horizonterweiterung sehr dienlich sein.

Nach der aktuellen Satzung kann dem Kreis Junger Unternehmer angehören, „wer die Ziele dieser Gemeinschaft bejaht und als selbständiger junger Kaufmann, als Unternehmernachwuchs im elterlichen bzw. familiären Betrieb oder als geschäftsführendes Mitglied in einer der IHK angeschlossenen Firma unternehmerisch tätig ist“. In Ausnahmefällen kann der Vorstand andere Personen als Mitglied aufnehmen „die den Zielen des Kreises durch ihre Ausbildung oder berufliche Tätigkeit nahe stehen“. Das Alter der Mitglieder soll nicht unter 21 Jahren und darf nicht über dem 40. Lebensjahr liegen. Jedes Mitglied kann nach Vollendung des 40. Lebensjahres als förderndes Mitglied im Kreis verbleiben. Im Gegensatz zu manch anderem Juniorenkreis hält der amtierende Vorstand an dem bewährten Kriterium der unternehmerischen Tätigkeit als wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme in den Kreis fest. Im Unterschied zu anderen Juniorenorganisationen, denen oftmals eigenständige Förderkreise angegliedert sind, ist die Integration von Jung und Alt ein anderes wichtiges Kennzeichen der Arbeit im KJU Trier. Hierdurch gewinnen Erfahrungsaustausch und persönliche Beziehungen innerhalb des KJU eine wichtige zusätzliche Dimension. Grade die Förderung des Erfahrungsaustausches ist ein wesentliches Ziel der KJU-Arbeit und auch ein wichtiges Motiv für die Mitgliedschaft im KJU.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind organisiert in elf Landesverbänden, die sich aus örtlichen Juniorenkreisen zusammensetzen. Zur Erreichung ihrer Ziele organisieren sie Vorträge und Diskussionen mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft, veranstalten Seminare, Informationsreisen, regionale, nationale und internationale Konferenzen und darüber hinaus leisten sie konkrete Projektarbeit. Der Information und Kommunikation dient die Zeitschrift „Junge Wirtschaft“, das Bundesmitgliederverzeichnis Kontakte und eine Schriftenreihe. Die Koordination auf Bundesebene liegt beim Bundesvorstand. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung, die im September veranstaltet wird. Bereits im Juli /August treffen sich die rheinland-pfälzischen Wirtschaftsjunioren zu ihrer Landeskonferenz.

Die WJD sind Mitglied der internationalen Organisation „Junior Chamber International (JCI)“, der derzeit rund 200 000 Mitglieder in weltweit mehr als 100 Nationalverbänden angehören. Foren für den internationalen und nationalen Meinungs- und Erfahrungsaustausch sind die jährlich stattfindenden Europakonferenzen und Weltkonferenzen. Jedes Mitglied der Wirtschaftsjunioren Deutschland und damit auch des Kreises Junger Unternehmer hat die Möglichkeit, an diesen Konferenzen teilzunehmen, die hervorragende Möglichkeiten bieten, weltweit persönliche und geschäftliche Kontakte zu knüpfen.

Die Geschäftsführung der örtlichen Kreise, bei denen eine Mitgliedschaft erworben werden kann, liegt bei der jeweiligen IHK. Die Kammern haben gute Gründe den Wirtschaftsjunioren Hilfestellung zu leisten. Es gehört zu ihren Aufgaben, den Nachwuchs und die Wirtschaft zu unterstützen. Selbst auf das Ehrenamt angewiesen, erachten sie es jedoch als mindestens ebenso wichtig, junge Kräfte aus der Wirtschaft für das Ehrenamt zu gewinnen. Die Förderung dieses Anliegens ist in Trier durchaus erfolgreich. Ein knappes Drittel der Mitglieder der Vollversammlung kommen aus dem KJU und gehören dem Kreis auch weiterhin als fördernde Mitglieder an.